… noch mehr Sachen

Jetzt sind auch die Bilder der Übergabe von Ingrids Bekleidungsspende an Kinder in der Chã das Caldeiras eingetroffen. Zur Erinnerung:

Ingrid von Lanzarote war im Kontakt mit der dortigen Schule Colegio Ajei in San Bartolomé, die ihre noch gut erhaltenen Schuluniformen austauschen und für einen wohltätigen Zweck weiter verwenden wollte. Sie ist deswegen an „Fogos Kinder“ herangetreten und wir haben den Verein „Minis di Burkan“ in der Chã als Adressaten empfohlen.

Die Schule war einverstanden, Ingrid hat die Sachen auf die Reise geschickt, „Fogos Kinder“ hat die Transportkosten übernommen und Marisa, die Vorsitzende des Vereins „Minis di Burkan“ hat zusammen mit ihrem Mann Musti die Klamotten aus dem Zoll geholt und in die Chã gebracht.

Bei einem Besuch der Grundschule in dem strukturschwachen Ort Salamansa auf São Vicente wurde Vereinsvorsitzende Julie vor kurzem von der Leiterin auf den ständigen großen Mangel an Schulmaterial angesprochen. Das Problem:

Die Schulbehörde geht davon aus, dass die Schüler Schulbücher, Hefte, Schreiber, Buntstifte, Anspitzer und Lineal mitbringen und Geld für Fotokopien bezahlen und sieht solche Kosten in ihrer Kalkulation nicht vor. Tatsächlich haben viele Kinder aber weder Schulbücher noch sonstiges Material und Geld für Fotokopien schon gar nicht.

Oft behelfen sich die Lehrer dann mit Gruppenarbeit. Schüler ohne Material sitzen bei Schülern mit Material in der Hoffnung, dass diese was abgeben. Manchmal klappt’s, aber oft gibt es auch Streit. Gut vorzustellen, wie der Unterricht und die Lernerfolge darunter leiden.

An dieser Stelle hat Julie unsere Unterstützung aus Spendenmitteln zugesagt und den Bedarf aufgenommen und Mitarbeiterin Samira hat gemeinsam mit der Schulleiterin in einem lokalen Schreibwarengeschäft einen größeren Einkauf gemacht, um zumindest das Verbrauchsmaterial für die nächsten ein bis zwei Monate sicherzustellen. Wenn sich strukturell nichts ändert, war es auch nicht das letzte Mal.

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Die Sache mit den Sachen

Weihnachten ist die Zeit der Geschenke und auch „Fogos Kinder“ hat einige unter das Kindervolk gebracht:

Z.B Buntstifte und Schreibmaterial für die Kindergruppe der Behindertenhilfe ADEF, die von Frau Brown aus Deutschland auf ihrer Reise nach Mindelo mitgebracht wurden.

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Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Salamansa-Natal-2.jpg

40 Paar Sandalen für schlecht versorgte Schüler der Grundschule von Salamansa, gespendet von Frau Hess aus der Schweiz.

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Und für Kinder in Familien mit prekären Lebenslagen, die von der Frauenvereinigung OMCV betreut werden, haben wir hier vor Ort viele Kleinigkeiten eingekauft und eine Zahnbürste und Zahnpasta gab es auch.

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Bei Sachspenden, die uns aus Europa auf dem Postweg erreichen, gibt es aber einiges zu bedenken. Der Weg ist lang und die Kosten sind hoch. Ein 10-kg-Paket kostet 63,00 Euro Porto und ist bis zu 3 Monate unterwegs. Und der kapverdische Zoll ist unberechenbar. Oft tritt er gar nicht in Erscheinung, aber manchmal wartet das Paket wochenlang auf seine Inspektion und die Regeln, nach denen die Zollgebühr dann festgelegt wird, sind wechselhaft und unergründlich.

Vor dem Absenden eines Pakets ist es deshalb sinnvoll, mit uns Kontakt aufzunehmen, um zu klären, ob die Sachen wirklich gebraucht werden und hier vor Ort nicht zu erwerben sind.

Oft ist es einfach sinnvoller, das Porto und evtl. auch die Zollgebühren zu sparen und uns eine Geldspende zu überweisen, über die wir eine steuermindernde Spenden-bescheinigung ausstellen und mit der wir dann unsere Tätigkeit finanzieren.  Wir unterstützen lokale Institutionen wie Kindergärten oder andere nicht-staatliche Hilfsorganisationen, führen eigene Projekte durch und kaufen notwendiges Material vor Ort, was dann nebenbei auch dem lokalen Einzelhandel zu Gute kommt.

Über die konkrete Verwendung der Mittel informiert regelmäßig dieser Vereinsblog.

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Zieht euch warm an

In der Kraterhochebene Chã das Caldeiras auf Fogo wird es im Winter bisweilen richtig kalt. Auf 1700 Meter über NN wachen die Bewohner auch schon mal bei Raureif auf. So richtig eingestellt sind sie auf diese Temperaturen aber nicht und viele Kinder haben nur dünne Hemden und Hosen. Manche sind chronisch erkältet und die Nase läuft ständig.

Da traf es sich gut, dass uns Ingrid von der kanarischen Insel Lanzarote einen größeren Posten Schulbekleidung angeboten hatte: warmer Rock, warme Hose, Pullover, T-shirt, Sweatshirt. Die Kleidungsstücke waren an einer Schule in Gebrauch, wurden gegen neue ausgetauscht und sollten nun noch einmal sinnvolle Dienste leisten. Und da hatte Ingrid den Verein „Fogos Kinder“ ins Gespräch gebracht.

An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an die Leitung, die Lehrer, die Eltern und die Schüler des Colegio Ajei in San Bartolomé auf Lanzarote.

Ingrid hat aus dieser Spende eine 1-m³-Palette zusammengestellt und über Las Palmas und die kapverdische Hauptstadt Praia nach Fogo verschiffen lassen. Nach der Überwindung einiger organisatorisch-bürokratischer Hürden und der Begleichung einer Vielzahl von Gebühren konnte Marisa die Sachen in der letzten Woche aus dem Zolllager des Hafens Vale dos Cavaleiros auf Fogo abholen und in die Chã das Caldeiras bringen. Marisa ist die Vorsitzende des Vereins „Minis di Burkan“ [Vulkankinder], der nach dem Vulkanausbruch 2014 gegründet wurde, sich um die Förderung der Kinder aus der Chã kümmert und mit dem unser Verein zusammenarbeitet.

Wundervolle Weihnachten und alles Gute für das nächste Jahr wünschen

Julie, Iris und Mike

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Jetzt auch Calhau

Präsident Nhelas vom Fußballverein Calhau hat in den letzten zwei Wochen mächtig die Werbetrommel gerührt, Eltern angesprochen und an der örtlichen Grundschule Zettel verteilt. Eingeladen wurde zum Gründungstraining der neuen „Fußballschule Calhau“. Und das war am gestrigen Samstag.

 

Es kamen etwa 25 Kinder überwiegend im Grundschulalter, vier Vereinsmitglieder, die schon Trainererfahrung haben und ein Toptrainer aus Mindelo mit C-Lizenz. Die Namen der Kinder wurden in eine Teilnehmerliste eingetragen und dann wurden die Kinder mit den von unserem Verein bereitgestellten Fußball-schuhen versorgt, Leibchen wurden verteilt und auch die Hütchen und Fußbälle kamen zum Einsatz.

Und das Training hatte richtig Hand und Fuß: interessante und abwechslungsreiche Übungen, die auch dem unterschiedlichen Niveau der Kinder gerecht wurden. Und zum Abschluß natürlich ein Spiel, das unentschieden 0:0 ausging.

Nicht nur die Kinder waren begeistert, sondern auch den Trainern machte ihre neue Aufgabe ganz offensichtlich Spaß. Und Nhelas überraschte mich damit, dass es am Sonntag gleich weitergeht mit den älteren, die am Samstag zur Schule gehen und deshalb nicht kommen konnten.

Und am Sonntag kamen dann tatsächlich nochmal 37 Kinder zwischen 10 und 15 Jahren, die sich ebenfalls in die Teilnehmerliste eintrugen. Leider reichten die Fußballschuhe nicht aus, so dass einige barfuß spielen mussten. („Kein Problem, machen wir ja immer.“)

Erstaunlich, welche Geschicklichkeit und Ausdauer die Kids während des Trainings an den Tag legten. „Die spielen ja fast alle schon seit Jahren auf der Straße und wenn’s sein muss mit einer Blechdose,“ meinte Nhelas dazu. Was fehlt sind Übersicht, Mannschaftsgeist und Disziplin.

Auch hier ging das Abschlußspiel 0:0 aus und so wurde kurzerhand ein allgemeines Elfmeterschießen angesetzt, mit dem das erste Training der neuen Fußballschule Calhau zu Ende ging.

In der Abschlußbesprechung erhielten alle Trainer ein kleines Manual mit Trainingshinweisen, das Mike und Trainer Karl Müller 2014 anläßlich einer Schulung auf Fogo entwickelt haben. Außerdem viel Lob und Schulterklopfen und „natürlich geht es am nächsten Wochenende weiter.“

Fogos Kinder wird die Fußballschule Calhau weiterhin als Sponsor begleiten und das mit den fehlenden Fußballschuhen kriegen wir schnell geregelt.

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Der Alltag kehrt zurück

Die Sommerferien sind nun auch hier auf den Kapverden am 17. September zu Ende gegangen. Der Start ins neue Schul- oder Kindergartenjahr war wie immer etwas holperig. Mittlerweile gibt es aber feste Stundenpläne und die Auslieferung der Schulbücher soll kurz bevorstehen.

Auch „Fogos Kinder“ hat seine Projekte und Aktivitäten wieder angekurbelt. Auf den Inseln Fogo und São Vicente haben wir unsere Kooperationskindergärten um die aktuellen Listen der Kinder gebeten, die neu in das Patenschaftsprogramm aufgenommen werden sollen. Mit den Eltern oder Bezugspersonen werden dann neue Verträge zur Übernahme der Kindergartengebühren geschlossen und  bestehende Verträge werden bei Bedarf verlängert.

Auch das Präventionsprojekt zu Mundhygiene, Eindämmung von Karies und guter Ernährung hat wieder Fahrt aufgenommen. Auf São Vicente hat Samira alle Kooperations-kindergärten besucht und in den Gruppen ein Sensibilisierungsprogramm für bessere Mundhygiene und gesunde Ernährung angeboten.

Und dann waren unser Vereinsmitglied Julia und ihr Mann und Zahnarzt Karsten für einige Tage zu Besuch. Karsten hat wie im letzten Jahr eine Reihenuntersuchung in den von uns begleiteten Kindergärten durchgeführt.

Für jedes Kind wurde ein Befund aufgenommen und die Eltern oder Bezugspersonen erhielten einen Flyer mit den Untersuchungsergebnissen, ärztlichen Empfehlungen und Ratschlägen zur Kariesvorbeugung und guter Ernährung. Außerdem bekamen alle Kinder eine Zahnbürste und eine Tube Kinderzahnpasta.

Dann haben wir einen Kontakt zum Fußballverein von Calhau geknüpft. Calhau liegt im Hinterland der Inselhauptstadt Mindelo und ist von kleinen Bauernhöfen geprägt, auf denen  hauptsächlich Gemüse angebaut wird.

Natürlich kicken dort auch Kinder, aber einen organisierten Kinderfußball gibt es bisher nicht. Der Vereinsvorsitzende Daniel sagte, man hätte darüber zwar schon oft gesprochen, aber kaum ein Kind hätte Fußballschuhe und barfuß und ohne Trikot könnte man nicht bei Turnieren mitmachen und gegen andere Mannschaften antreten und so sei alles wieder im Sande verlaufen.

Wir haben das Angebot gemacht, für eine Erstausstattung für 30 Kinder zu sorgen und Fußballschuhe, Trikots, Leibchen, Bälle und auch zwei Netze für Kleinfeldtore zur Verfügung zu stellen. Bedingung ist, dass dann auch mindestens einmal in der Woche ein Training angeboten wird. Daniel meinte, dass es unter diesen Umständen überhaupt kein Problem sei, Spieler zu finden, die z.B. am Sonnabend von 8:00 bis 10:00 ein Kindertraining anbieten würden.

Da traf es sich hervorragend, dass Julia einen Reisekoffer mit Kinderfußballschuhen aus Deutschland mitgebracht hatte. In der letzten Woche sind wir zusammen mit Julia und Karsten in Calhau gewesen und haben das Material vorbeigebracht. Einige Clubmitglieder waren auch gekommen und der Plan ist, dass es Anfang November den Startschuß für das regelmäßige Kinderfußball-training in Calhau geben wird.

Mit der Hilfsorganisation für Menschen mit Behinderungen (ADEF) haben wir Einzelfallhilfen für zwei Kinder vereinbart, um auch diese in Kindergärten zu integrieren und die Fortsetzung der Finanzierung des Projektes zu besseren Integration behinderter Kindern in Regelschulen haben wir zugesichert.

Eine weitere Einzelfallhilfe haben wir auf Fogo übernommen. Dort leben 3 Kinder von 7 bis 12 Jahren bei ihrer Großmutter auf dem Lande. Der Vater lebt schon seit Jahren in den USA und die Mutter ist von einem Besuch in Portugal nicht zurückgekehrt. Die Großmutter verfügt über kein Geld und kann die Kinder weder in der Schule anmelden noch Schulbücher und -material oder den Schulkittel kaufen.

Theoretisch ist ein Antrag auf Armenhilfe bei der Gemeindeverwaltung möglich, aber allein die Transportkosten für etliche Fahrten in die Inselhauptstadt São Filipe zur Beantragung dieser Hilfe übersteigen vermutlich den Zuschuß, der dann nach Wochen – wenn nicht nach Monaten – der Bearbeitung gewährt wird.

Hier ist „Fogos Kinder“ unbürokratisch eingesprungen und hat diese Kosten übernommen.

 

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