Das Ferienlager des Nha Nerina

In diesem Jahr hat das Kapverdische Institut für Kinder und Heranwachsende (ICCA) gemeinsam mit dem Verein „Fogos Kinder“ ein Ferienlager für die Tagesstätte Nha Nerina veranstaltet, in der Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen betreut werden. Es fand vom 22.8 bis 26.8. in der Ortschaft As Hortas im Kindergarten der Kirchengemeinde São Lourenco statt und 30 Kinder nahmen teil.

„Fogos Kinder“ finanzierte das Ferienlager als Hauptsponsor und unsere Sozialarbeiterin Samira Alves beteiligte sich an der Vorbereitung, stand eine Woche lang als pädagogische Kraft zur Verfügung und organisierte Spielnachmittage mit vereinseigenem Spielzeug, das von Förderern von „Fogos Kinder“ gespendet wurde.

Die Organisation lag in der Hand von Vanilda Correia, der Regional-leiterin des ICCA. Im Verlauf des Feriencamps wurden Aktivitäten und Veranstaltungen zu verschiedenen Themenschwer-punkten angeboten.

Der Leiter des Regionalkranken-hauses São Filipe, Luis Sanchez, sprach mit den Kindern und Jugendlichen über ihre häuslichen Probleme und die Gefahr von Alkohol und Drogen. Eine Zahnärztin des Gesundheitsamts hielt einen Vortrag über Mundhygiene und Zahnpflege und an zwei Tagen wurde das Ferienlager von einer Gruppe von Praktikanten aus Portugal unterstützt .

Am Donnerstag war das Fernsehen zu Gast und berichtete über das Ferienlager in einem Beitrag in den 20-Uhr-Nachrichten.

Für die Kinder und Jugendlichen war das Ferienlager das Highlight des Sommers in einem sonst ziemlich tristen Alltag. Und die Betreuer gingen wie immer bei solchen Anlässen zum Schluss auf dem Zahnfleisch.

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Keine sauren Gurken

Der August ist alles andere als Saure-Gurken-Zeit. Gerade haben wir die diesjährige Spendenaktion für Kindergartenpatenschaften bei betterplace auf den Weg gebracht. Die finalistas haben die Kindergärten im Juli verlassen und im September kommen die neuen Kinder. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass „Fogos Kinder“ Patenschaften für bedürftige Kinder übernimmt. Es sind bereits einige Spenden eingegangen und wir sind optimistisch, dass es mehr werden und wir – neben den weiter bestehenden Patenschaften – auch wieder eine ganze Reihe neuer Patenschaften übernehmen können.

Dann haben wir die Musikinstrumente aus unserer Spendenaktion zugunsten der Musikgruppe São Lourenço an Padre Samuel übergeben. Sie gehören jetzt offiziell der Kirche und werden der Musikgruppe zur Verfügung gestellt. Im einzelnen handelt es sich um ein Akkordeon, ein Xylophon, eine Cajon, eine kleine Djembé, zwei Mundharmonikas und diverse Percussioninstrumente. Der Dank war überschwenglich und das breite Grinsen im Gesicht der angehenden Musiker zeigte, dass er von Herzen kam.

Musiklehrer Agostinho sagte, dass sein Unterricht mit diesen neuen Instrumenten viel interessanter werden und noch mehr Jugendliche anlocken würde. Außerdem stellte sich heraus, dass der Vater eines Teilnehmers ein guter Akkordeonspieler ist. Er freute sich besonders, seine Fähigkeiten jetzt an die nächste Generation weitergeben zu können.

Daneben läuft die Vorbereitung des Feriencamps für die Kinder der Tagesstätte Nha Nerina auf vollen Touren. Es wird von dem Kapverdischen Institut für Kinder und Heranwachsende (ICCA) und „Fogos Kinder“ veranstaltet und ca. 33 Kinder werden vom 22.8. – 28.8. daran teilnehmen.

Das Feriencamp findet im Kindergarten von As Hortas statt, der dafür von der Kirchengemeinde São Lourenço zur Verfügung gestellt wurde. Derzeit werden die Familien der teilnehmenden Kinder von Sozialarbeiterin Samira und Kollegin Ana abgeklappert, um eine schriftliche Zustimmung der Bezugspersonen einzuholen. Soviel Ordnung muss sein!

Und über allem liegt eine allgemeine Nervosität, denn der August geht seinem Ende entgegen und es hat immer noch nicht geregnet. Die Optimisten haben schon ausgesäht, alle anderen wollen noch abwarten. Schon wieder ein Jahr ohne Ernte wäre eine ziemliche Katastrophe.

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Die Musikanten von São Lourenço

In der letzten Woche wurde ich vom Leiter einer Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen angesprochen, die sich im Ort São Lourenço (ca 6 km von São Filipe entfernt) seit Jahresbeginn in einem Raum zum gemeinsamen Musizieren treffen. Sie haben auch einen versierten Musiklehrer, aber es fehlt an Instrumenten. Zwei Mitglieder haben eine eigene Gitarre und die elektrische Orgel der Kirche kann benutzt werden. Dann gibt es noch mehrere C-Flöten aus Plastik und eine Conga, das war’s.

Ich wurde gefragt, ob der Verein „Fogos Kinder“ etwas für diese Gruppe tun könnte und ich bin ebenso wie auch Monika und Wiebke vom Vorstand der Meinung, dass diese Initiative wirklich Unterstützung verdient. 

Jetzt sind wir also auf der Suche nach geeigneten Instrumenten, die sich in einem Paket oder im Reisegepäck transportieren lassen. Wir denken da so an Flöten und andere Blasinstrumente, kleinere Trommeln, Bongo, Triangel, Klanghölzer, Xylophon, Ukulele, Mundharmonika etc. Die Instrumente wollen wir in die Obhut der Kirche geben, so dass sie von allen Mitgliedern der Musikgruppe genutzt werden können.

Wenn dem geneigten Leser also dazu was ein- oder in die Hände fällt, schreibt bitte an fogos-kinder@gmx.de oder nutzt unsere Vereinsadresse für ein Paket:

Fogos Kinder, c/o Monika Kienass, D-24937 Flensburg, Teichstr. 17

Beim Abschied wurde mir übrigens noch zugeraunt „Das Geilste wäre ein Akkordeon“

Außerdem ist heute „Der Tag des afrikanischen Kindes“ und das haben wir zum Anlaß genommen, in der Kindertagesstätte Nha Nerina einen auszugeben. Einen Kuchen nämlich aus der unglaublichen Bäckerei von Maria Augusta.

Und wie es der Zufall wollte hat heute auch noch Adilson Geburtstag und so ist er unverhofft nicht nur zu einem Ständchen, sondern auch zu einer Geburtstagstorte gekommen.

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Korbball im Congresso 2

Bei unseren Einsätzen im Inland von Fogo kommen wir fast täglich an der von „Fogos Kinder“ mitfinanzierten Streetballanlage vorbei. Sie hat sich wie erhofft drei Wochen nach ihrer Einweihung zu einem Anziehungspunkt für die Jugendlichen des Viertels Congresso entwickelt. Jeden Tag ab vier Uhr, wenn die Sonne nicht mehr so knallt, treffen sich hier Jungs aus dem Umfeld und Spieler des Basketballvereins, trainieren, veranstalten kleine Turniere und offenbar werden es immer mehr.

Und die nächste Straßenbeleuchtung steht zufällig so günstig, dass das Spielen auch bei Dunkelheit möglich ist.

Paulo Pina, Lehrer, Maler und Vorsitzender des Basketballvereins, ist mehr als zufrieden mit dieser Entwicklung. „Es läuft alles ganz unkompliziert. Die Kids fühlen sich hier zu Hause und ganz nebenbei ergeben sich neue Kontakte und manchmal auch ernstere Gespräche. Und die Jungs vom Verein kommen gerne hierher zum trainieren. Auch für sie ist es eine interessante Erfahrung.“

Mit vergleichsweise geringem Aufwand wird viel erreicht und die ersten Erfahrungen sind eindeutig positiv. Der Bürgermeister Luis Pires hat bereits seine Bereitschaft bekundet, an ein oder zwei weiteren Standorten eine ähnliche Anlage zu errichten und „Fogos Kinder“ wird sich wieder beteiligen. Die Situation ist günstig, denn im November sind Kommunalwahlen und da kann eine gute Publicity nicht schaden.

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Im Februar 2023 gibt es eine schlechte und eine gute Nachricht:

  • Es ist bei der einen Anlage im Congresso III geblieben. Bei den Kommunalwahlen gab es einen Wechsel der politischen Mehrheiten und das Vorhaben, weitere Anlagen zu errichten, ist im Sande verlaufen.
  • Die Anlage im Congresso III wird weiterhin viel genutzt und vom örtlichen Basketballverein gepflegt.
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Korbball im Congresso

Mit schwerem Gerät und viel manpower wurde in den letzten Wochen ein bislang ungenutzter Platz im Stadtteil  III Congresso ausgebaut, in den dann eine von „Fogos Kindern“ finanzierte Streetballanlage integriert wurde. Ziemlich genau 2 Jahre nach den ersten Gesprächen mit dem Bürgermeister über dieses Projekt hat die Stadtverwaltung ihr Versprechen nun wahr gemacht.

Neben der Streetballanlage gibt es eine Reihe von Sitzbänken und einen Bereich für andere sportliche Aktivitäten oder Musikveranstaltungen. Mit der Begrünung soll nach der Regenzeit begonnen werden.

In seiner Einweihungsrede ermunterte der Bürgermeister die Jugendlichen dieses als problematisch geltenden Stadtteils, von der Anlage regen Gebrauch zu machen und versprach, die notwendigen Bälle zur Verfügung zu stellen. Außerdem kündigte er an, auch in anderen Stadtvierteln ähnliche Anlagen zu installieren.

Der Verein „Fogos Kinder“ hat zusammen mit dem lokalen Basketballverein dieses Projekt entwickelt, um für ausgegrenzte Jugendliche dieses Stadtteils einen Kontaktpunkt zu schaffen.  Trainer des Basketballvereins wollen regelmäßig mit ihnen spielen, Tricks und know-how vermitteln und so zu einer Reintegration der Jugendlichen beitragen.

Wenn sich dieses Projekt als erfolgversprechend erweist, wird sich unser Verein auch an der Installation weiterer Anlagen beteiligen.

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